Ästhetische Dermatologie

Die klassische Dermatologie befasst sich mit der Gesundheit der Haut, die ästhetische Dermatologie deckt die kosmetischen Aspekte ab: Narben, Tätowierungen, Muttermale, Falten, Altersflecken, Blutschwämmchen, Besenreiser und ähnliche optische Beeinträchtigungen können psychisch belasten und somit das Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Nicht immer sind die beiden Bereiche strikt zu trennen. Die Entfernung eines auffälligen Muttermals kann gleichermaßen eine Schönheitskorrektur darstellen und medizinische Ziele verfolgen, indem Hautkrebs vorgebeugt wird.

Welche Bereiche deckt die ästhetische Dermatologie ab?

Grundsätzlich geht es in der ästhetischen Dermatologie darum, dass Sie sich mit Ihrem Erscheinungsbild wohlfühlen. Störende Hautveränderungen und optische Auffälligkeiten beeinträchtigen nicht selten derart das Selbstwertgefühl, dass Sie sich beruflich und im Privatleben eingeschränkt fühlen. Das kann sich auf die allgemeine Zufriedenheit im Alltag und die Leistungsfähigkeit auswirken. Die ästhetische Dermatologie soll dazu beitragen, eine positive Ausstrahlung zurückzugewinnen.

Es handelt sich dabei keineswegs um konkrete modellierende Schönheitsoperationen, sondern vielmehr um die Beseitigung von als solchen empfundenen Makeln. So kann eine misslungene oder auffällige Tätowierung in einem sichtbaren Bereich nicht nur von Ihnen selbst als störend wahrgenommen werden, sondern auch bei Ihrem Umfeld oder im Beruf auf Ablehnung stoßen. Narben können entstellend wirken, eine vorzeitige Hautalterung kann ebenso wie Muttermale und andere deutliche Auffälligkeiten belasten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um angeborene, selbst angeeignete, krankheitsbedingte oder durch eine Verletzung verursachte Schönheitsfehler handelt.

Ästhetische medizinische Maßnahmen

Die Anwendungen in der ästhetischen Dermatologie beginnen beim allgemeinen Hautbild und setzen sich in ausgereiften technologischen Behandlungen auf moderner medizinischer Basis fort. Nicht immer lassen sich die Aufgabenbereiche der Hautarztpraxis strikt von denen eines kompetenten Kosmetikstudios trennen: Beide widmen sich unter anderem Alterserscheinungen wie der Reduzierung von Falten, den Überbleibseln einer schweren Akne sowie störenden Leberflecken und Altersflecken, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zum Einsatz kommen in der ästhetischen Dermatologie bevorzugt Substanzen, die in die Haut injiziert werden, sowie Strahlungsbehandlungen mittels Laser, der für zahlreiche Hautveränderungen eingesetzt werden kann. Auch kleinere operative Eingriffe, beispielsweise zur Entfernung eines bösartig erscheinenden Muttermals, sind möglich. Die korrekte Durchführung der Maßnahmen erfordert eine sorgfältige Untersuchung vorab, was medizinische Fachkompetenz, fundierte Erfahrungen und eine hochwertige Ausstattung erfordert.

Übrigens können neben reinen Behandlungen der Haut oft auch Fälle von gestörtem Nagelwachstum, Haarausfall und übermäßige Schweißbildung durch Maßnahmen der ästhetischen Dermatologie therapiert werden.

Wer kommt für die Kosten auf?

Reine ästhetische Behandlungen können nicht mit der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet werden. Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regel: Schönheitsfehler können medizinisch relevante Hintergründe haben. Das betrifft Bereiche wie die Hautkrebsvorsorge, Krampfadern oder Störungen des Haar- und Nagelwachstums. Ebenso sind entstellende Beeinträchtigungen aufgrund einer Verletzung oder eines Unfalls möglich. Für derartige Ausnahmefälle, bei welchen medizinische und ästhetische Maßnahmen ineinandergreifen, empfiehlt sich eine Anfrage bei der Krankenkasse. Besteht nachweislich ein massiver psychischer Leidensdruck aufgrund einer auffälligen Hautveränderung, der sich in gesundheitlichen Begleiterscheinungen auswirkt, kann ein Antrag auf Kostenübernahme ebenfalls sinnvoll sein.